Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu
Conrad Wilhelm Hase (1818–1902)
Haase, Julius Wilhelm Christian
* 16. Oktober 1858 in Elze
† 26. Januar 1951 in München
Architekt / Sohn von Amtszimmermeister und Senator Heinrich Haase und Luise geb. Sievers /
Besuch der Bürgerschule in Elze / Besuch einer Privat-Lehranstalt in Elze / 1873–1879
Besuch des Gymnasiums Andreanum in Hildesheim, anschließend Militärdienst in Hannover /
1879–1883 Studium an der Technischen Hochschule in Hannover, Schüler von Conrad Wilhelm Hase /
1884 Regierungsbauführer / 1884–1886 Regierungsbauführer in Frankfurt am Main / 1886
Regierungsbaumeister / 1886–1888 Regierungsbaumeister in Berlin / März 1888 Staatsprüfung
zum Baumeister im Hochbaufach, anschließend Hilfsarbeiter bei der Intendantur
des Königlich-bayrischen 2. Armee-Korps in Würzburg / Juni 1888 Versetzung zum Militärbauamt in Nürnberg /
1890 Versetzung nach Fürth / 1892 Versetzung nach Zweibrücken, Ernennung zum Königlich-bayrischen
Garnison-Bauinspektor / 1894 Vorstand des Militärbauamtes der Festung Germersheim am Rhein /
1897 Versetzung zur Intendantur des Königlich-bayrischen 2. Armee-Korps in Würzburg / 1899
Vorstand des Militärbauamtes in Nürnberg / 1901 Baurat / 1905 Versetzung an das Königlich-bayrische
Kriegsministerium in München / 1914 Intendantur- und Baurat im Kriegsministerium in München /
1917 Doktor der Ingenieurwissenschaften (Technische Hochschule Hannover) / 1918 Geheimer Baurat
Mitgliedschaften: ab 1883 Mitglied der »Bauhütte zum weißen Blatt« in Hannover,
Ehrenmitglied ab 1950
Werke (soweit bekannt):
- 1883–1888 Frankfurt am Main: Hauptbahnhof; erhalten
- Architekten: Hermann Eggert und Johann Wilhelm Schwedler
- 1884–1886 Mitwirkung von Regierungsbauführer Julius Haase bei der Ausführung
- 1887–1888 Spandau: Evangelische Garnisonkirche; nicht erhalten
- Entwurf: Garnison-Bauinspektor August Roßteuscher
- 1887–1888 Mitwirkung bei der Ausführung: Regierungsbaumeister Julius Haase
- 1888–1890 Neuburg an der Donau: Neubauten für das 15. Infanterie-Regiment
- 1890–1892 Fürth: Kasernement für ein Feld-Artillerie-Regiment
- 1892–1894 Zweibrücken: Bataillons-Kasernement mit Schießplatz
- Ausführung von Militärbauten in Amberg, Erlangen, Fürth, Ludwigshafen, Neumarkt in der Oberpfalz,
Regensburg und Speyer
Literatur:
- Mundhenke, Herbert: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule
und der Technischen Hochschule zu Hannover. Hildesheim 1988–1992 (3 Bände).
Matrikel 7320
- Haase, Julius: Der Dom zu Magdeburg : eine deduktive Genese seiner Haupt-Maßverhältnisse.
Hannover 1917 (Dissertation)
- Deutsche Bauzeitung. 18. Jahrgang. 1884, Nr. 47, S. 280 (Personal-Nachrichten)
- Zentralblatt der Bauverwaltung. 34. Jahrgang. 1914, Nr. 69, S. 497 (Amtliche Mitteilungen)
- Zentralblatt der Bauverwaltung. 38. Jahrgang. 1918, Nr. 79/80, S. 389 (Amtliche Mitteilungen)
- Kokkelink, Günther und Lemke-Kokkelink, Monika: Baukunst in Norddeutschland : Architektur
und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Hannover 1998
Quellen:
- Archiv der Bauhütte Hannover (teilweise im Stadtarchiv Hannover / teilweise im Vereinshaus Hannover, Braunstraße 28)
- Universitätsarchiv Hannover | Hann. 146A, Acc. 64/81, Nr. 31: Lebenslauf Julius Haase (November 1916)