Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu
Conrad Wilhelm Hase (1818–1902)
Hackländer, Wilhelm Emil
* 8. November 1830 in Hagen/Westfalen
† 15. August 1902 in Osnabrück
Architekt / Schwiegersohn des Bildhauers Ernst von Bandel (1800–1876) / 1846–1849 und 1851–1852
Studium an der Polytechnischen Schule in Hannover, Schüler von Ernst Ebeling und Conrad Wilhelm Hase /
um 1849/50 im Architekturbüro von Friedrich Bürklein in München tätig / 1852 Anstellung bei der
hannoverschen Eisenbahndirektion / in den 1850er Jahren Bauleiter im Architekturbüro von Conrad
Wilhelm Hase in Hannover / 1856–1870 Stadtbaumeister in Harburg / 1870–1896 Stadtbaumeister
in Osnabrück / 1890 Stadtbaurat
Mitgliedschaften: Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein in Hannover
Werke (soweit bekannt):
- 1853–1854 Göttingen: Bahnhof; erhalten
- Architekt: Conrad Wilhelm Hase
- Bauleitung: Emil Hackländer
- 1853–1855 Hannover, Sophienstraße 2: Museum für Kunst und Wissenschaft; erhalten
- Architekt: Conrad Wilhelm Hase
- Bauleitung: Emil Hackländer
- 1856–1857 Harburg, Alter Friedhof: Erbbegräbnis/Mausoleum für den Kaufmann F. A. Heuer; nicht erhalten
- in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Ernst von Bandel
- 1975 abgeräumt
- 1857 Harburg: Plan für die städtebauliche Entwicklung des Hafens und der Eisenbahn
- 1857 Harburg: Ratsapotheke
- 1859 Oldershausen bei Kalefeld: Schloß für den Baron von Oldershausen; stark verfallen
- Neubau
- seit 1985 Leerstand
- um 1860 Harburg, Großer Schippsee 36: Wohnhaus; erhalten
- 1860–1861 Harburg, Sand: Schillerbrunnen; nicht erhalten
- in Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Ernst von Bandel
- um 1860/1870 Harburg, Ludwigstraße: Pfarrhäuser
- 1861 Harburg, Große Schippsee/Ecke Küchgarten: Hannoversche Bank; nicht erhalten
- 1862 Harburg, Ludwigstraße 7 (heute: Hölertwiete): Spritzenhaus mit Wohnung des Stadtbaumeisters
(Wohnung von Emil Hackländer)
- 1862 Harburg, auf dem Schwarzenberg: Bissing-Denkmal; erhalten
- 1866–1867 Harburg, Rathausplatz: »Gelbe Schule«; nicht erhalten
- Bürgerschule, später Mittelschule
- Reliefs von Bildhauer Ernst von Bandel
- im Zweiten Weltkrieg zerstört
- 1872–1876 Osnabrück: Niederlegung der Wälle; danach: Schulen und Turnhallen an den Wallstraßen
- 1877–1880 Minden/Westfalen, Immanuelstraße 2: Gymnasium mit Realschule I. Ordnung
- 1866–1877 Entwürfe verschiedener Baumeister, nicht ausgeführt
- Hauptgebäude: ausgeführt nach einem veränderten Entwurf von Eduard Heldberg, Trier
- Turnhalle: ausgeführt nach einem Entwurf von Emil Hackländer
- Bauleitung: Stadtbaumeister Schneider und Bauführer Crones
- 1880 Osnabrück, Neumarkt: Kriegerdenkmal; erhalten
- 1928 auf den Straßburger Platz versetzt
- 1885–1887 Osnabrück, Liebigstraße/Luisenstraße/Schlachthofstraße 1: Städtischer Schlachthof
- erhalten: nur zwei Verwaltungsgebäude, Schlachthofstraße 1
- 1888–1889 Osnabrück, Heger-Tor-Wall 28: Kulturgeschichtliches Museum; erhalten
- 1890 Osnabrück: Wasserwerk
Literatur:
- Mundhenke, Herbert: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule
und der Technischen Hochschule zu Hannover. Hildesheim 1988–1992 (3 Bände).
Matrikel 157
- Wochenblatt des Architekten-Vereins zu Berlin. 1. Jahrgang. 1867, Nr. 25, S. 242–243
(Bauprojekte und Bauausführungen)
- Deutsche Bauzeitung. 14. Jahrgang. 1880, Nr. 103, S. 561
(Bau-Chronik / Gymnasium und Realschule I. Ordnung in Minden i. W.)
- Deutsche Bauzeitung. 15. Jahrgang. 1881, Nr. 5, S. 29 (Das Krieger-Denkmal zu Osnabrück)
- Dehio, Georg (Hrsg.): Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Berlin, München 1900–
- Kokkelink, Günther: Die Neugotik Conrad Wilhelm Hases – eine Spielform des Historismus,
in: Hannoversche Geschichtsblätter. NF Band 22. Hannover 1968
- Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1982–
-Stadt Osnabrück. 1986
- Hehemann, Rainer: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Region Osnabrück. Bramsche 1990
- Articus, Rüdiger: Ein unbekanntes Werk Ernst von Bandels für Harburg : Zur Zusammenarbeit Ernst von Bandels
mit seinem Schwiegersohn Wilhelm Emil Hackländer,
in: Harburger Jahrbuch. Band 18. 1993, S. 79–97
- Kokkelink, Günther und Lemke-Kokkelink, Monika: Baukunst in Norddeutschland : Architektur
und Kunsthandwerk der Hannoverschen Schule 1850–1900. Hannover 1998